Examining auditory selective attention

The aim of the present thesis is to examine the cognitive control mechanisms underlying auditory selective attention by considering the influence of variables that increase the complexity of an auditory scene. Therefore, technical aspects such as dynamic binaural hearing, room acoustics and head movements as well as those that influence the efficiency of cognitive processing are taken into account. Step-by-step the well-established dichotic-listening paradigm is extended into a realistic spatial listening paradigm.

Conducted empirical surveys are based on a paradigm examining the intentional switching of auditory selective attention. Performance measure differences between the repetition of the target’s spatial position and the related switch describe the loss of efficiency associated with redirecting attention from one target’s location to another. To examine whether the irrelevant auditory information is decoded, interference in the processing of task-relevant and task-irrelevant information is created in the paradigm.

Using the binaural-listening paradigm, the ability to intentionally switch auditory selective attention is tested when applying different methods of spatial reproduction. Essential differences between real sources, an individual and a non-individual binaural synthesis are found. As a step towards multi-talker scenarios in realistic environments participants are tested in differently reverberating environments, resulting in highly affected switch costs. Age-related effects are found when applying the binaural-listening paradigm, indicating difficulties for elderly to suppress processing the distractor’s speech.

Entwicklung und Validierung eines Testinstruments zu Selbstwirksamkeitserwartungen von (angehenden) Physiklehrkräften in physikdidaktischen Handlungsfeldern

Die vorliegende Dissertation beschreibt den Entwicklungs- und Validierungsprozess eines neuen Testinstruments zur Erfassung von Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartungen in vier physikdidaktischen Handlungsfeldern (Umgang mit Aufgaben, Experimentieren, Elementarisieren, Umgang mit Schülervorstellungen), jeweils bezüglich der Dimensionen Planung und Durchführung von Physikunterricht.

Die Instrumententwicklung erfolgt in hohem Maße theoriebasiert, indem unter anderem auf der Grundlage der sozial-kognitiven Theorie Banduras Regeln für die Itemkonstruktion abgeleitet werden, die außerdem eine kritische Analyse existierender Instrumente erlauben. Der mehrschrittige Validierungsprozess ist argumentbasiert angelegt.

Im Rahmen einer Interviewstudie und einer Expertenbefragung werden vor allem inhaltliche Aspekte, wie z.B. die definitionskonforme Formulierung der Items, die Abdeckung des Handlungsfeldes oder die wahrgenommene Authentizität der Items, untersucht. Im Zuge der auf eine quantitative Auswertung angelegten Hauptstudie (N approx 1000) werden vor allem psychometrische Aspekte, wie die Eindimensionalität der Skalen oder die Passung des Antwortformates, in den Blick genommen. Zusammenfassend kann ein übergeordnetes Validitätsargument in Bezug auf die intendierte Testwertinterpretation formuliert werden. Weiterer Forschungsbedarf deutet sich unter anderem bezüglich der Unterscheidung der zwei genannten Dimensionen an.

Entwicklung und experimentelle Validierung eines Ansatzes für die Modellierung des Anstreifverhaltens von Labyrinthdichtungen mit Honigwabeneinlaufbelägen

Die Optimierung dynamischer Dichtsysteme ist eine kostengünstige Methode zur Erhöhung der Wirkungsgrade, Lebensdauer und Betriebssicherheit von Turbomaschinen. Zuverlässige und effiziente Dichtsysteme lassen sich nur realisieren, wenn die Anstreifvorgänge zwischen rotierenden und statischen Komponenten sowie ihre Folgen schon bei der Auslegung berücksichtigt und im Betrieb beherrscht werden können. Bis heute sind die physikalischen Vorgänge beim Anstreifen jedoch nur unzureichend verstanden und es fehlen zuverlässige Modellierungsansätze für ihre Vorhersage. Die vorliegende Arbeit liefert einen essentiellen Beitrag zum Verständnis des Anstreifverhaltens und somit zur Optimierung einlaufender dynamischer Dichtsysteme mit Fokus auf Labyrinthdichtungen mit Einlaufbelägen aus Hohlkörperstrukturen. Mit Hilfe aufwändiger experimenteller Untersuchungen wird in dieser Arbeit ein tiefergreifendes physikalisches Verständnis der Anstreifvorgänge bereitgestellt. Die experimentell gewonnenen Erkenntnisse bilden schließlich die Grundlage für die Entwicklung eines Modellierungsansatzes, der erstmals unter Berücksichtigung aller Einflussparameter die zuverlässige Vorhersage des Anstreifverhaltens einlaufender Labyrinthdichtungen ermöglicht.

Energize the Base of the Pyramid!

In many countries of the Global South, energy infrastructure is holey, unreliable or simply not existent. This leads to different kinds of severe problems. Just to name a few: Family members, mostly women, spend hours every day to collect firewood for cooking. In many cases, they suffer under pulmonary diseases, because they have no access to clean cooking facilities. And companies are less productive without access to electricity.

Students of the Joint International Master on Sustainable Development worked on energy access scale-up projects during their third semester at Leipzig University. In this semester, students are requested to work on an ”integration project”: integrating various aspects of sustainable development in a particular case study. The class of 2017 approached energy access from the interdisciplinary perspective of sustainable development, anchored however in the field of Economics and Management Science to ensure feasibility of their work.
This present edition of Studies in Infrastructure and Resources Management looks at their work in two different energy access scale-up projects in the sub-Saharan countries Nigeria and Senegal.

Empathisierer und Systematisierer im Vorschulalter

Motivation wird als ein entscheidender Faktor für erfolgreiches Lernen betrachtet. Laut der Empathisierer-Systematisierer-Theorie hat jeder Mensch einen so genannten Brain Type, der sich aus unterschiedlich starken Anteilen zweier Dimensionen zusammensetzt. Menschen mit starkem Empathisierer-Anteil achten auf Emotionen und Beziehungen. Systematisierer sind Menschen mit starkem Interesse für Systeme und Strukturen. Es konnte bisher gezeigt werden, dass der Brain Type besser als das Geschlecht vorhersagt, ob ein Mensch ein naturwissenschaftliches Studium beginnt.

Ziel der vorliegenden Studie war es, zu überprüfen, ob Zusammenhänge zwischen der Motivation für die Beschäftigung mit Naturphänomenen und dem Brain Type auch im Vorschulbereich vorliegen. Dazu wurden Fragebogendaten und anhand von Videoaufnahmen erfasste Sichtstrukturen, die auf Motivation schließen lassen, miteinander korreliert.

Die Ergebnisse zeigten erwartungsgemäß, dass nur Kinder mit einem großen Systematisierer-Anteil in beiden Lernumgebungen motiviert scheinen. Zusammenhänge zwischen dem Geschlecht eines Kindes und der Fokussierung auf die Lernumgebung ließen sich nicht erkennen. Ausgehend von den Ergebnissen lassen sich erste Hinweise für die Gestaltung von geeigneten Lernumgebungen für alle Kinder ableiten.

Elektronenbahnen in Feldern

Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert den Einsatz von computergestützten Experimentiergelegenheiten in Schule und Universität. Dabei ermöglichen solche Experimente Lernenden eigenständige Erfahrungen mit neuen Fachinhalten. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde ein lernerzentriertes und webbasiertes Angebot entwickelt, mit dem Lernende selbstständig Experimente zur Elektronenbewegung in Feldern durchführen können. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung der Lernprozesse, die der Einsatz digitaler Endgeräte mit sich bringt, realisiert – dies sind u.a. der Einsatz von Augmented Reality, ergänzenden Visualisierungen und automatisiertem Feedback. Doch über die Häufigkeit und die Art der Nutzung entsprechender Angebote in Schule und beim selbstständigen Lernen gibt es bisher nur wenige empirisch abgesicherte Erkenntnisse. Daher wurde hierzu eine Nutzungsanalyse mithilfe von Usertracking durchgeführt. Diese zeigt, dass das Angebot sowohl im Unterricht als auch beim selbstständigen Lernen sehr häufig genutzt wird, und deckt auf, welche Elemente zu einer intensiven Nutzung des Angebotes führen.

Weiter wurde in einer Laborstudie die Wirkung von Multiplen Repräsentationen auf den Erfolg beim experimentellen Hypothesenprüfen und den wahrgenommenen Cognitive Load untersucht. Hier zeigte sich, dass integrierte, dynamisch verlinkte Repräsentationen die Nutzer unterstützen, aber keinen zusätzlichen Cognitive Load verursachen. Dies sollte bei der Gestaltung zukünftiger Angebote berücksichtigt werden.

All the Same The Words Don’t Go Away: Essays on Authors, Heroes, Aesthetics, and Stage Adaptations from the Russian Tradition

Twenty-five years of essays and reviews, linked loosely by three themes. First is the creative potential inherent in transposing classic literary texts into other genres of media (operatic, dramatic) and the responsibilities, if any, that govern the transposer, audience, and critic. The practice of transposition, however, gives rise to a creative conflict: is there a limit to the amount of ornamentation, pressure, or dilution to which the “mediated” word can be subject? Finally, the more polemical of the essays included here are structured on the Bakhtinian notion of co-existing “plausibilities” and points of view. What a carnival approach can uncover in Pushkin that might have surprised and even pleased the poet, what a libretto or play script brings out that the “true original” hides: here the work of the creator and the critic can overlap in thrilling ways that respect the competencies of each. The book includes an original preface written by David Bethea.

Ein neuer Algorithmus zur Untersuchung der Kohomologie der Steenrod-Algebra

Der Autor untersucht in dieser Arbeit die Kohomologie der Steenrod-Algebra, hauptsächlich zur Primzahl p = 2. Vorgestellt wird ein Lemma, das sowohl computergestützte Berechnung, wie auch die anschließ,ende Untersuchung einer minimalen Auflösung dieser Algebra vereinfacht. Der theoretische Hintergrund dieses Lemmas ist in der für Kohomologiefragen seit langem bekannten Bedeutung elementar-abelscher Untergruppen zu suchen, die hier in der Gestalt der internen Margolis-Differentiale der Algebra auftreten. Auf diesem Hintergrund wird ein Algorithmus gewonnen, der das Rechnen in bisher unerreichbaren Dimensionen erlaubt: mit vertretbarem Rechenaufwand erhalten wir eine minimale Auflösung, die bis zur Dimension 210 vollständig ist. Vorher war nur circa die Hälfte dieses Bereichs bekannt.

Effective two dimensional theories for multi-layered plates

This work introduces a family of effective plate theories for multilayered materials with internal misfit. This is done for scaling laws ranging from Kirchhoff’s theory to the linearised von Kármán one. An intermediate von Kármán-like theory is introduced to play a central interpolating role with a new parameter which switches between the adjacent regimes. After proving the necessary Gamma-convergence and compactness results, minimising configurations are characterised. Finally, the interpolating theory is numerically approximated using a discrete gradient flow and the relevant Gamma-convergence and compactness results for the discretisation are proved. This provides empirical evidence for the existence of a critical region of the parameter around which minimisers experience a stark qualitative change.

Dynamic iteration and model order reduction for magneto-quasistatic systems

Our world today is becoming increasingly complex, and technical devices are getting ever smaller and more powerful. The high density of electronic components together with high clock frequencies leads to unwanted side-effects like crosstalk, delayed signals and substrate noise, which are no longer negligible in chip design and can only insufficiently be represented by simple lumped circuit models. As a result, different physical phenomena have to be taken into consideration since they have an increasing influence on the
signal propagation in integrated circuits. Computer-based simulation methods play thereby a key role. The modelling and analysis of complex multi-physics problems typically leads to coupled systems of partial differential equations and differential-algebraic equations (DAEs). Dynamic iteration and model order reduction are two numerical tools for efficient and fast simulation of coupled systems.
Formodelling of low frequency electromagnetic field, we use magneto-quasistatic (MQS) systems which can be considered as an approximation to Maxwells equations. A spatial discretization by using the finite element method leads to a DAE system. We analyze the structural and physical
properties of this system and develop passivity-preserving model reduction methods. A special block structure of the MQS model is exploited to to improve the performance of the model reduction algorithms.

Digitalisierung und Lehrkräftefortbildung

Der Einsatz digitaler und interaktiver Medien in der Schule bringt neue Möglichkeiten des Lernens, Lehrens und Arbeitens mit sich. Dies fordert Lehrkräften in Hinsicht auf den schnelllebigen, digitalen Wandel ein fortwährendes Lernen in der Berufswelt ab.

Ausgehend von Theorien und Erkenntnissen rund um das Lernen und Lehren mit digitalen und interaktiven Medien nähert sich dieses Werk empirisch dem Ziel bestehende Formen der Fortbildung von Lehrkräften bedarfsgerecht um die Vermittlung konzeptioneller, didaktischer und praktischer Kompetenzen im Umgang mit digitalen und interaktiven Medien zu erweitern. Hierzu werden Fortbildungsformate analysiert und in Bezug auf ihre Zielorientierung, Virtualisierung und Interaktion verortet.

Eine konkrete Fallstudie “Interaktive Medien in der Schule” zeigt den gleichnamigen phasenübergreifenden Zertifikatskurs für (bereits) Lehrende und (noch) Studierende des Lehramts. Die Evaluationsergebnissen und die im Kurs aufgetretenen Herausforderungen führten zu einem breit angelegten verallgemeinernden empirischen Design zur Exploration und Analyse von Gelingensbedingungen von Fortbildungsveranstaltungen und -strukturen für Lehrkräfte.

Das Werk präsentiert neben empirisch gesicherten Gelingensbedingungen der Lehrkräftefortbildung zum Einsatz digitaler und interaktiver Medien in der Schule ein Modell zur Verortung von Fortbildungsveranstaltungen (MoVe-FoBi). Spezielle und allgemeine Handlungsempfehlungen zeigen dabei Wege zum (Re-)Design erfolgversprechender und progressiver Lehrkräftefortbildung.

Die politische Aufgabe von Religion: Perspektiven der drei monotheistischen Religionen

Das Verhältnis von Religion und Politik ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt. Die Autoren dieses Bandes widmen sich diesem Verhältnis unter einer besonderen Zuspitzung. Ihre Beiträge analysieren, inwiefern es zum Selbstverständnis von Religionen gehört, einen Beitrag zur Gestaltung der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit leisten zu sollen. Mit dieser Problematik verknüpft ist eine zentrale Frage: Wie erklärt und wie äußert sich der Anspruch von Religionen, eine »politische Aufgabe« zu besitzen? Im Fokus stehen die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, wobei für das Christentum zusätzlich die konfessionellen Differenzen in den Blick kommen, die zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen der politischen Aufgabe des Christentums geführt haben.Für alle drei monotheistischen Religionen nehmen die Beiträger jeweils eine Doppelperspektive ein: historische Beispiele erhellen die jeweiligen Bedingungen und Kontexte für religiös motivierte Teilhabe an politischer Gestaltung und Verantwortung; Systematische Entfaltungen versuchen eine Einbettung dieser Beispiele in die spezifischen Denkhorizonte der jeweiligen Religionen. Das so erhobene politische Selbstverständnis der Religionen wird schließlich mit der Fremdwahrnehmung dieses Selbstverständnisses aus nichtreligiöser Perspektive kontrastiert.

Die europäische Integration und die Kirchen, Teil 2: Denker und Querdenker

Das Institut für Europäische Geschichte Mainz und die Johannes Gutenberg-Universität veranstalteten im akademischen Jahr 2010/2011 im Rahmen des Studienprogramms des gemeinsamen Graduiertenkollegs »Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung ›Europa‹ (1890 bis zur Gegenwart)« eine Vorlesungsreihe, die unter dem Titel »Die Kirchen in Europa: Denker und Querdenker«. Die Vorträge gingen der Frage nach, wie sich kirchennahe Organisationen und ihre Entscheidungsträger zum Gedanken einer Einigung Europas positionierten und sich dem Prozess der europäischen Integration stellten. Der Fokus der Reihe richtete sich – als Pendant zu der ersten Ringvorlesung, die 2009–2010 stattfand und in einem Band »Die europäische Integration und die Kirchen. Akteure und Rezipienten« dokumentiert wurde – auf Persönlichkeiten und Gruppierungen, die in die Öffentlichkeit hineinwirkten und deren Meinungsbildung mitgestalteten. Der Band versammelt acht Beiträge von Kirchenhistorikern, Historikern und Politikwissenschaftlern. Die Beiträge decken einen langen Zeitraum ab und beleuchten in Fallbeispielen oder überblicksartig die Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis an die Schwelle der Gegenwart. Trotz eines gewissen Schwerpunkts im deutschsprachigen Raum wird der Blick auch nach Estland und Italien gelenkt. In Betracht kommen Gruppen, wie politische Parteien; Konfessionskirchen, wie z. B. das Luthertum, und Institutionen, wie der Heilige Stuhl. Vorgestellt werden aber auch und vor allem Einzelpersonen und deren Haltung, wobei auch hier das Spektrum sehr weit ist und von der »Prominenz« bis hin zu weniger bekannten »Einzelgängern« reicht.

Die europäische Integration und die Kirchen: Akteure und Rezipienten

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Europa zusammenzuwachsen. Dieser Band versammelt Beiträge internationaler Autoren, die aus historischer oder theologischer Sicht die Haltung der Päpste (Pius XII.), der englischen Kirche sowie der österreichischen und ausgewählter deutscher Bischöfe zu den Europäisierungsprozessen anschaulich machen. Die Beiträge beleuchten das Innenleben der Organe, die die Interessen der katholischen Kirche in Brüssel vertreten. Sie schlagen damit Schneisen in ein Forschungsfeld, das noch weitgehend unbearbeitet ist, dessen Relevanz sich aber jüngst in der Diskussion über den Gottesbezug in der Präambel des Europäischen Verfassungsvertrags gezeigt hat.

Die Entwicklung der Professionellen Unterrichtswahrnehmung im Lehr-Lern-Labor Seminar

In Lehr-Lern-Labor Seminaren können Lehramtsstudierende ihr fachliches, didaktisches und pädagogisches Wissen aufgreifen und in komplexitätsreduzierten Handlungsumgebungen anwenden. Dabei erstellen sie Experimentierstationen, um anschließend in einer iterativen Praxis mehrmals Schülerinnen und Schüler an diesen Stationen zu betreuen. Grundlegend für dieses Vorgehen sind Reflexionsprozesse zwischen den Betreuungen.

Inwieweit diese Reflexionsprozesse die Entwicklung der Professionellen Unterrichtswahrnehmung der Studierenden fördern, wurde mit dieser Arbeit untersucht. Als ergänzende Intervention wurden fragenbasierte Videoanalysen der eigenen Betreuungen in das Seminar implementiert.

Die Regressionsanalysen zeigten, dass sich die Professionelle Unterrichtswahrnehmung der Studierenden durch die Teilnahme am Seminar verbesserte, wenn zusätzlich das eigene Vorgehen und das ihrer Kommilitonen anhand der erstellten Videos analysiert wurden. Ohne Videoanalyse konnte keine Veränderung festgestellt werden.

Die Begegnung mit Fremden und das Geschichtsbewusstsein

Freiwillige oder erzwungene Reisen von Menschen in fremde Länder und ihr Leben in der Fremde, die Begegnung mit Fremden in der eigenen Gesellschaft – das sind nicht erst Erfahrungen unserer Gegenwart oder der jüngeren Vergangenheit. Zu allen Zeiten machten viele Menschen solche Erfahrungen. Dieser Band beleuchtet das Geschichtsbewusstsein von Migranten ebenso wie die Bedeutung des Eindringens fremder Kulturen in das eigene Land und die Aufnahme dieser Erfahrungen in eigene Geschichtskonzeptionen. Der Blick wird bewusst über Europa hinaus gelenkt: Veränderte sich durch die Ankunft von Europäern auch das Geschichtsbewusstsein und die Geschichtsschreibung von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika?

Das Amalgam Anfangs-Elektrizitätslehreunterricht: Eine multiperspektivische Betrachtung in Deutschland und Österreich

In fachdidaktischen Interventionsstudien wird Unterricht auf Basis neu entwickelter Unterrichtskonzepte öfter mit “traditionellem Unterricht” verglichen. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit “traditionellem Unterricht” bei Interventionsstudien ermöglicht einen differenzierteren Blick auf deren Ergebnisse, aber auch ein tieferes Verständnis von Akzeptanzhürden, die bei der Umsetzung neuer Unterrichtskonzepte auftreten können. In dieser Studie wurde daher der Anfangs-Elektrizitäts -lehreunterricht von 32 Lehrkräften in Bayern, Hessen und Österreich beleuchtet: Einerseits wurden Elemente der individuell umgesetzten Sachstruktur der Lehrkräfte mithilfe von Logbüchern und Schülerheften rekonstruiert. Andererseits wurde der Zusammenhang zwischen ausgewählten Lehrkräfte- und Schülervariablen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich für die Auswahl und Abfolge von Fachinhalten und den Einsatz von Analogiemodellen einige Muster identifizieren lassen, denen ein Großteil der Lehrkräfte folgte. Im Zuge von Mehrebenenanalysen konnten die erhobenen Aspekte des Professionswissens der Lehrkräfte in einer Betrachtung des Gesamtsamples der Lernenden nicht als Prädiktor für fachlichen Lernerfolg identifiziert werden, jedoch für das Sub-Sample der Lehrkräfte mit weniger als zehn Dienstjahren. Für die Entwicklung des Fachinteresses und des physikbezogenen Selbstkonzepts der Lernenden stellten sich die epistemologischen Vorstellungen und die Selbstwirksamkeitserwartung der Lehrkräfte im Umgang mit Schülervorstellungen als Prädiktoren heraus.

World Building: Transmedia, Fans, Industries

This edited collection of original essays situates itself at the cutting edge of media theory, exploring imaginary worlds as forms of knowledge and forms of life. By exploring the concept of worlds from theoretical and practical perspectives, this book puts forward a unique and original starting point for rethinking media theory, going beyond the notion of communication and understanding the role of worlds in interaction rituals as well as the building of values and meaning in contemporary society.

In recent years, due to digital distribution and the integration of social networking and entertainment content, viewing strategies and narrative forms are undergoing important changes. Notably, we are faced with the rise of multi- platform conglomerates, in which film, television, Internet, graphic novels, toys, and virtual environments create heterogeneous yet compact universes, recognizable as brands and having a well-defined semiotic identity. Scholars are looking for new theoretical tools to understand the role of contemporary new media in these phenomena and the increasingly central place that viewers hold in exploring, mapping, interpreting and expanding story worlds. On the one hand, Internet networks are increasingly studied as the environment for the emergence of forms of consumption through fragments. As Henry Jenkins recently underlined, media become spreadable (Jenkins, Ford, Green 2013). On the other, the observation of production practices in the contemporary media sphere shows that, instead of being only fluid and ephemeral elements, media fragments sometimes converge in persistent and heterogeneous spaces built from multiple contributions and comparable to worlds. Media creators don’t merely forge stories or characters. Instead, they build worlds: fictional worlds, character worlds, alternative worlds…

Confessio im Konflikt: Religiöse Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Frühen Neuzeit. Ein Studienbuch

Der Band geht exemplarisch und interdisziplinär den medial und diskursiv artikulierten Zusammenhängen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie individuell-subjektivem Bekennen in ihren frühneuzeitlichen Ausprägungen nach. Er beleuchtet grundsätzlich das Zusammenspiel von Bekenntnisakt und Wahrnehmungsformation und untersucht es auf seine Realisations- und Artikulationsformen in der Frühen Neuzeit hin. Angelegt ist er als Studienbuch, das an ausgewählten Quellenbeispielen interdisziplinär entwickelte heuristische Instrumentarien zur Anwendung bringt und so erprobt. Zu diesem Zweck werden inter- und innerkonfessionelle Diskurse zwischen Persönlichkeiten und Institutionen in den Blick genommen, wie sie in theologischen Traktaten, der Geschichtsschreibung, Flugblättern, Vertragstexten oder in der Darstellung von Festinszenierungen ihren Ausdruck finden. Die durch den Band geleistete Diskussion und Zusammenführung von Fallbeispielen der frühneuzeitlichen europäischen Geschichte zielt dabei auch auf die Anwendung des wahrnehmungshistorischen Ansatzes im Kontext akademischer Lehre ab.

Computereinsatz in Schule und Schülerlabor

Die Einstellung von Lehrkräften bestimmt deren Handeln mit. Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Nutzungsverhalten und der Einstellung von Physiklehrkräften bzgl. Computern und Neuen Medien im unterrichtlichen Zusammenhang. Außerdem werden die Einstellung und Einschätzung von Schülerinnen und Schülern zu diesem Thema untersucht. Methodisch wurden dazu sowohl quantitative Analysemethoden auf Basis von Fragebögen, als auch qualitative Methoden wie halboffene Interviews genutzt und kombiniert.

Durch die explorative Untersuchung konnte festgestellt werden, dass sich die Einstellung zum Computereinsatz im Physikunterricht in sechs Dimensionen beschreiben lässt, auf deren Basis die Lehrkräfte in fünf Gruppen klassifiziert werden: Verhinderte Nutzer, Neugierige, Computerenthusiasten, Realisten und Meider. Für jede dieser Gruppen lassen sich unterschiedliche Handlungsempfehlungen formulieren, um den Einsatz Neuer Medien bei Physiklehrkräften zu fördern.

Collaborative Technologies and Data Science in Artificial Intelligence Applications

In September 2020, researchers from Armenia, Chile, Germany and Japan met at the American University of Armenia for a virtual conference to discuss technologies with applications in smart cities, data science and information theory approaches for intelligent systems, technical challenges for intelligent environments, smart human centered computing, artificial neural networks, and deep learning. This book presents their contributions to the 2nd CODASSCA workshop on collaborative technologies and data science in artificial intelligence applications, a highly topical issue in today’s computer science.

Coaching-Prozessforschung: Forschung und Praxis im Dialog

Das Buch bildet den State of the Art der aktuellen Coaching-Prozessforschung ab. Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen – mehrheitlich auch erfolgreich praktizierende Coaches – präsentieren dazu ihre Perspektiven.

Im ersten Teil werden bewährte und neue Ansätze der Coaching-Prozessforschung präsentiert. Robert Wegener skizziert eine prozessorientierte Forschungslandkarte und verortet darin die im Sammelband vorgestellten Ansätze. Die Braunschweiger Arbeitsgruppe um Simone Kauffeld fasst neuere Coaching-Untersuchungen im Sinne der Interaktionsforschung zusammen. Erik de Haan und Christiane Nieß stellen ihr Forschungsprogramm zu »Kritischen Momenten im Coaching« vor und Harald Geißler die »Grammatik des Coachens«. Adrian Myers führt ein in das »Coaching Process Q Set« (CPQS) und Eva-Maria Graf in gesprächsanalytische Analysen von Coaching-Verläufen. Siegfried Greif und Frank Riemenschneider entwerfen eine Strategie zur Erforschung der Entstehung von Einsichten im Coaching und Christiane Schiersmann und Ariane Wahl zeigen, wie Veränderungsprozesse im Coaching mit dem »Synergetischen Navigationssystem« sichtbar gemacht werden können.

Der zweite Teil der Publikation enthält theoretische Positionen zu Coaching-Prozessen als konstitutivem Gegenstand einer Coaching-Wissenschaft. Christiane Schiersmann und Heinz-Ulrich Thiel stellen ein theoretisch und empirisch begründetes, allgemeines Modell zur Gestaltung und Analyse von Beratung vor. Michael Loebbert konzipiert eine Pragmatik, wie Coaching-Prozessforschung in der Beobachtung von Coaching für Ausbildung und Evaluation genutzt werden kann. Marianne Hänseler reflektiert schließlich die Bedeutung der Prozessforschung für die Etablierung von Coaching als Wissenschaft.

Coaching im digitalen Wandel

Im Handlungsfeld Coaching stellt die Digitalisierung alle Beteiligten vor massive Herausforderungen. Ein flächendeckendes Umdenken findet spätestens seit der weltweiten Corona-Pandemie statt – mit folgenreichen Konsequenzen für die Coachingbranche.

Coaching hat sich in den letzten Jahren signifikant weiterentwickelt und sieht sich mit umwälzenden Effekten einer zunehmenden Digitalisierung und gesellschaftlichen Transformation konfrontiert. Kommunikation stößt kaum mehr auf Grenzen und verbindet auf Knopfdruck entlegene Kontinente. Unternehmen aus allen Branchen setzen auf neue Organisationsformen. Die Anforderungen an Arbeitnehmer*innen verändern sich permanent. Agilität wird zum Schlagwort.

Im Kontext dieser Entwicklung stellen sich für Coaching u. a. folgende Fragen:

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Bedarf von Coaching aus?
Wie verändert die Digitalisierung das Beratungsformat Coaching?
Wie wirksam ist Digital Coaching im Vergleich?
Wie positioniert sich Coaching als Profession im Zuge dieser gesellschaftlichen Transformation?
Der Sammelbandband beinhaltet wichtige Thesen und Antworten innerhalb dieser Debatte.

China’s environmental policy in terms of European Union standards

It is beyond dispute that both China and the European Union stand to gain from promoting low-carbon development through the dissemination of clean and renewable energy sources, as this inevitably leads to increased environmental protection. The depletion of fossil fuel resources and the accompanying changes in the global energy mix make Europe and China not only competitors in the global economic race, but also nolens volens partners. Their pragmatic partnership is characterized, on the one hand, by the need to take action to reduce the consumption of fossil fuels and, on the other, by the desire to minimize the negative environmental impact of their use. Hence, the existing and emerging cooperation between the two actors, while challenging for a number of reasons, is not only an attempt to set up channels to exchange vital information, but also an exercise in setting the standards under which further cooperation will be forged.

Bewertung neuer Verfahren zur Kühlung von Turbinenrotorschaufeln

Das Wachstum des zivilen Luftverkehrs bedeutet eine große Herausforderung für die Luftfahrtbranche. Nur durch effizientere Triebwerke können der spezifische Verbrauch von fossilen Energieträgern und die spezifischen Emissionen reduziert werden und so der Zugang zu Flugreisen für die wachsende Weltbevölkerung sichergestellt werden. Einen maßgeblichen Beitrag zur Steigerung der Effizienz kann die Optimierung der Kühlung von heißen Komponenten des Kerntriebwerks leisten. Gerade im thermisch hoch belasteten Bereich der ersten Turbinenstufen werden große Mengen an Kühlluft verwendet, die sich negativ auf den thermischen Wirkungsgrad auswirken. Neue Kühlverfahren ermöglichen es, den Kühlluftbedarf bei gleichen Standzeiten der Bauteile zu verringern. Vor einem möglichen Einsatz müssen diese neuen Verfahren untersucht und ihre Leistungsfähigkeit bestimmt werden, vor allem die Vorhersage der Materialtemperatur der Schaufeln muss hoch präzise erfolgen.

Die vorliegende Arbeit präsentiert neue Verfahren zur Kühlung von Rotorschaufeln. Es wird speziell auf die Drallkühlung eingegangen, die sich in grundlegenden Untersuchungen und in Verbindung mit den sich rapide verbessernden Möglichkeiten der additiven Fertigung als vielversprechendes Verfahren herausgestellt hat. Zur Beurteilung der neuen Konzepte werden Untersuchungen durchgeführt, bei denen die wichtigen strömungsmechanischen Ähnlichkeitskennzahlen der Maschine eingehalten werden. So können die Ergebnisse unmittelbar auf den Einsatz im Triebwerk übertragen werden. Die Untersuchungen bedeuten eine Herausforderung für die als Messtechnik eingesetzte Infrarotthermographie. Neue Kalibrierverfahren werden entwickelt und überprüft. Durch Anwendung dieser Verfahren kann die Oberflächentemperatur der Prüflinge hoch genau bestimmt werden. Anhand der mit den neuen Verfahren bestimmten Verteilung der Oberflächentemperatur und weiteren aerodynamischen Messungen werden abschließend Empfehlungen formuliert, wie ein auf Drallkühlung basierendes Kühlsystem für Turbinenrotorschaufeln leistungsfähiger werden kann und so die geforderte Lebensdauer dieser Bauteile sicherstellen kann.

»Beruf und Berufung«: Die evangelische Geistlichkeit und die Konfessionsbildung in den Herzogtümern Pommern, 1560–1618

Die pommersche Kirche hatte sich stark für die Reformation ausgesprochen und beschleunigte die Prozesse der Konfessionsbildung. Maciej Ptaszyński stellt die damalige Pastoren-Generation vor.

Anthropometric Individualization of Head-Related Transfer Functions Analysis and Modeling

Human sound localization helps to pay attention to spatially separated speakers using interaural level and time differences as well as angle-dependent monaural spectral cues. In a monophonic teleconference, for instance, it is much more difficult to distinguish between different speakers due to missing binaural cues. Spatial positioning of the speakers by means of binaural reproduction methods using head-related transfer functions (HRTFs) enhances speech comprehension. These HRTFs are influenced by the torso, head and ear geometry as they describe the propagation path of the sound from a source to the ear canal entrance. Through this geometry-dependency, the HRTF is directional and subject-dependent. To enable a sufficient reproduction, individual HRTFs should be used. However, it is tremendously difficult to measure these HRTFs. For this reason this thesis proposes approaches to adapt the HRTFs applying individual anthropometric dimensions of a user. Since localization at low frequencies is mainly influenced by the interaural time difference, two models to adapt this difference are developed and compared with existing models. Furthermore, two approaches to adapt the spectral cues at higher frequencies are studied, improved and compared. Although the localization performance with individualized HRTFs is slightly worse than with individual HRTFs, it is nevertheless still better than with non-individual HRTFs, taking into account the measurement effort.

Akademische Resilienz: Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Analyse schulischer Selbstkonzeptprozesse für eine gerechtere Verteilung von Bildungschancen gewinnen?

Das vorliegende Buch erforscht das Thema Resilienz und Vulnerabilität im Bereich von Bildung und Bildungssystem. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Studie, die sich im Schnittbereich von Entwicklungspsychologie, positiver Psychologie, pädagogischer Psychologie und Bildungssoziologie befindet. Eine ausgedehnte theoretische Erörterung und eine minutiös aufbereitete quantitativ-empirische Untersuchung ermöglichen es, bildungssoziologische Sachverhalte und Ergebnisse der Selbstkonzeptforschung zusammenzuführen und sie in einen pädagogisch-psychologischen Erkenntnisraum zu rücken. Das bedeutet, die Studie ist auf mehreren Theorieebenen angesiedelt und untersucht personale Ressourcen (das schulische Selbstkonzept, die schulischen Selbstwirksamkeitserwartungen, günstige Misserfolgsattributionen) und soziale Ressourcen (die Lehrkräfte als Bezugspersonen). Gerade letztere vermögen eine Resilienzentwicklung zu unterstützen: Lehrkräfte können durch eine konstruktive Feedback-Kultur positiv auf das schulische Selbstkonzept Einfluss nehmen, was insbesondere vulnerablen Jugendlichen hilft, ein vorhandenes Potenzial auszuschöpfen.

Insgesamt sprechen die Resultate dafür, mehr Ressourcen für alle Kinder und Jugendlichen in verschiedenen Formen bereitzustellen. Denn Kinder und Jugendliche navigieren selbständig auf die Ressourcen, die sie brauchen, zu – dadurch kann Resilienz entstehen.

Urban Memory and Visual Culture in Berlin: Framing the Asynchronous City, 1957-2012

As sites of turbulence and transformation, cities are machines for forgetting. And yet archiving and exhibiting the presence of the past remains a key cultural, political and economic activity in many urban environments. This book takes the example of Berlin over the past four decades to chart how the memory culture of the city has responded to the challenges and transformations thrown up by the changing political, social and economic organization of the built environment. The book focuses on the visual culture of the city (architecture, memorials, photography and film). It argues that the recovery of the experience of time is central to the practices of an emergent memory culture in a contemporary ‘overexposed’ city, whose spatial and temporal boundaries have long since disintegrated.

New Perspectives in Theology of Judaism

If it can be said that theology is the philosophical examination of a religion by an insider, then the present collection of essays by Shubert Spero offers us the proper formula for a truly authentic work. The author sets out to rigorously yet sensitively investigate some of the basic concepts and principles of classical Judaism. The topics addressed range from the familiar—“Is God Knowable?” and “Justifying Religious Belief”—to the unusual—”Judaism and the Aesthetic,” “Does Judaism Have a Theory of Self?” and “Does Messianism Imply Inevitability?” Current issues are not neglected, and are addressed in sections such as “Religious Zionism: What is it?” and “The Ethical Theory of Judaism.” While critical and analytic throughout, the author’s style is clear and uncluttered and uses arguments to convince rather than to impress. Neither apologetic nor unnecessarily provocative, Shubert Spero provides a fresh approach to the neglected yet vital domain of Jewish theology.