Memory Boxes: An Experimental Approach to Cultural Transfer in History, 1500-2000

This volume discusses a practical approach to cultural transfer and exchange through the concept of »memory box«. Ideas of displacement, transfer, and cultural memory are explored through case studies from Scotland to Italy and Germany and from Finland and France to the American colonies.The authors develop an understanding of memory boxes as cultural constructions that are involved in the process of making and disputing memory – but which, simultaneously, are important agents for cultural transfer over space and time. This book emphasises »memory box« as an idea that allows us to study the cultural processes of transfer in conjunction with cultural memory.

Mehr(wert) queer – Queer Added (Value): Visuelle Kultur, Kunst und Gender-Politiken – Visual Culture, Art, and Gender Politics

Dieser Band diskutiert das kritische Potential queerer und queer-feministischer Bilder- und Kunstpolitiken. Im Kontext der Frage, wie visuelle Argumentationen mit rechtlichen und politischen Diskursen interagieren, geht es um Ausdifferenzierungen und Zuspitzungen queerer politischer Positionen und ästhetischer Möglichkeiten.

»Mehr Fortschritt wagen«?: Parteien, Personen, Milieus und Modernisierung: Regieren in Zeiten der Ampelkoalition

Die Ambitionen der Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz scheinen klar umrissen: Deutschland grundlegend modernisieren! Doch der Rückhalt der pandemiemüden Bevölkerung ist der Ampelkoalition nicht garantiert. Die Beiträger*innen skizzieren ausgehend vom Koalitionsvertrag Perspektiven unserer Gesellschaft und Wirtschaft sowie unseres politischen Systems. Sie analysieren mit teils exklusiv erhobenen Daten vorherrschende Milieus und Lebensstile, beschreiben politische Konfliktfelder und volkswirtschaftliche Herausforderungen. Mit Expertisen im Feld der Politik, Sozialwissenschaft und Ökonomie liefern sie ein facettenreiches Bild der Bundesrepublik zu Beginn einer tiefgreifenden Transformation.

Meg Stuart: Bild in Bewegung und Choreographie

Die Choreographin Meg Stuart arbeitet mit Tänzern, Schauspielern, Musikern, Videokünstlern und bildenden Künstlern zusammen. Auf diese Weise entstehen Choreographien, die weniger auf der reinen Tanzbewegung aufbauen als vielmehr auf Relationen zwischen Körperbewegung, Stimme, Videobild, Kostüm und Raumanordnung. Die Unterteilung der Bühne, die Gleichzeitigkeit und das Nebeneinander von unabhängigen Momenten, die Bewegung auf der Stelle heben die Linearität des Verlaufs auf. Die Choreographien entgrenzen sich in Richtung Bewegungs- und Sprachstudie, Installation und Tableau vivant.Die Studie betrachtet diese Merkmale erstmals unter dem Gesichtspunkt eines erweiterten Bildbegriffs. Dabei werden Themen wie die Projektion, die Blicklenkung, die Pose, der Affekt und die Duration ausgearbeitet. Die Frage nach Bildqualitäten in der Ordnung von Bewegung und Choreographie geht über die Fokussierung auf Meg Stuart hinaus und liefert einen wichtigen Beitrag für die Bild- und Kunstwissenschaft.

Medizinsoziologie

Die Medizinsoziologie ist eine Bindestrich-Soziologie im Übergang. Erst in den 1950er/1960er Jahren etabliert, ist sie in Deutschland seit 1970 Teil der vorklinischen medizinischen Ausbildung. Gegenwärtig differenzieren sich Soziologien der Gesundheit, des Körpers sowie des Sterbens und des Todes aus. In dieser Situation setzt der vorliegende Band die Medizinsoziologie als spezielle Soziologie in Beziehung zu allgemeinsoziologischen Theorien und nimmt darüber hinaus mit der Expertisierung der medizinischen Kultur, der Gesundheitssoziologie und der Globalisierung der Medizin neue medizinsoziologische Entwicklungen in den Blick.

Domestic and international Trials, 1700-2000: The Trial in History, Vol. Ii

How does the trial function? What are the tools, in terms of legal principle, scientific knowledge, social norms, and political practice, which underpin this most important decision-making process? This collection of nine essays by an international group of scholars explores these crucial questions. Focusing both on English criminal, military, and parliamentary trials, and upon national and international trials for war crimes, this book illuminates the diverse forces that have shaped trials during the modern era. The contributors approach their subject from a variety of perspectives – legal history, social history, political history, sociology, and international law. With an appreciation and understanding of the relevant legal procedures, they address wider issues of psychology, gender, bureaucracy, and international relations within the adjudicative setting. Their inter-disciplinary approach imparts to this book a breadth not usually seen in studies of the courtroom. Scholars and students of modern British history, political science, and international law, as well as legal history, will find these essays stimulating and informative. Judicial tribunals in England and Europe, 1200-1700: The trial in history, vol. I, edited by Dr Maureen Mulholland and Professor Brian Pullan, is also published by Manchester University Press.

Medien(sub)kultur: Geschichten – Diskurse – Entwürfe

Die wissenschaftliche Analyse der Mediengesellschaft ist häufig normativ geprägt. Dementsprechend vorhersehbar und unbefriedigend sind ihre Befunde und Deutungen. Die Studie von Christoph Jacke sucht nach Auswegen aus dieser Sackgasse, indem sie innovative Lesarten der drei prominenten Theoriestränge Kritische Theorie (Frankfurter Schule und Nachfolger), Cultural Studies und soziokultureller Konstruktivismus präsentiert. Aus ihnen wird ein eigenes Medienkultur-Beobachtungsraster mit den Ebenen Main und Sub herauspräpariert. Die Erträge dieser neuen Methode zeigen sich in der abschließenden Fokussierung der zentralen Akteure in der Medien- und Popkultur, der Stars.

MedienRevolutionen: Beiträge zur Mediengeschichte der Wahrnehmung

Die Beiträge dieses Bandes analysieren Phasen des »Medienumbruchs«, in denen ein zuvor dominantes Medienensemble eine Umstrukturierung erfährt – mit dem Effekt, dass sich neue Medien durchsetzen. Mit diesen verändert sich die Perspektive auf die Vorgänger-Medien, ohne diese zwangsläufig zu verdrängen. Zugleich verknüpft eine Mediengeschichte aus der Perspektive der »Umbrüche« die Evolution menschlicher Wahrnehmung mit der Geschichte ihrer Revolutionen. Der Band thematisiert die Geschichte der »Medienumbrüche« mit dem Fokus auf den Jahrhundertwenden 1900 und 2000. Es handelt sich dabei um Zäsuren, in denen die menschliche Wahrnehmung durch den Umbruch von den analogen zu den digitalen Medien (r)evolutionär verändert wurde.

Medienqualität: Diskurse aus dem Grimme-Institut zu Fernsehen, Internet und Radio

Welche Qualität haben Medien? Sind sie es »wert«, ausgezeichnet zu werden? Nachdem es in den 1960er Jahren sensationell war, mit dem Grimme-Preis Qualität im Fernsehen zu würdigen, kam als große Innovation vor 20 Jahren der Grimme Online Award hinzu, um hochwertige Internetangebote auszuzeichnen – und seit zehn Jahren würdigt der Deutsche Radiopreis Qualität und Stärken von Hörfunkprogrammen.Die Beitragenden des Bandes beleuchten erstmals übergreifend die Hintergründe rund um Qualität und Medien aus Sicht des Grimme-Instituts, mit Blick auf seine Jurys sowie aus wissenschaftlicher Warte.

Medien in Raum und Zeit: Maßverhältnisse des Medialen

Medien tragen seit jeher dazu bei, Bezüge zwischen Raum und Zeit neu zu ordnen. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert durchdringen sie massiv unseren Arbeits-, Freizeit- und Wissenschaftsalltag, so dass sich die Frage nach dem Wandel von Raum-Zeit-Konfigurationen nicht zuletzt historisch stellt. Angesichts der medial gewonnenen Einsichten in den Mikro- und Makroraum unserer lebensweltlichen Umgebung wird insbesondere die Wahrnehmung des Subjekts von sich selbst nachhaltig beeinflusst. Ziel des Buches ist es, den kulturellen Prozess dieser Selbst-Reflexion multiperspektivisch näher einzugrenzen.

Medien der Forensik

In der kriminaltechnischen Praxis beginnt Forensik materialiter und lokal: mit Spuren am Ereignisort einer Tat. Medien der Forensik operieren als Tatortmedien und formieren Medientatorte. Sie prozessieren Datenspuren und Spurmedialitäten. In digitalen Medienkulturen ist – im Off offizieller Forensik – eine Konjunktur medienforensischer Semantiken, Verfahren, Praktiken zu beobachten, denen Simon Rothöhler nachgeht: in Alltags- und Popkultur (True Crime), in der Praxis künstlerischer Forschung (Forensic Architecture), in zivilgesellschaftlich-investigativen Kontexten (Open Source Intelligence).

Medien – Systeme – Netze: Elemente einer Theorie der Cyber-Netzwerke

Alle reden von Netzen und Netzwerken. Was bislang in der Medienwissenschaft fehlt, ist eine empirisch belastbare und theoretisch hinreichend komplexe Theorie der Fäden, Knoten, Netze und Netzwerke. Der Medienepistemologe Stefan Weber stellt sich mit diesem Buch dieser Aufgabe.Ist das Internet ein Medium oder bloß technische Infrastruktur? Ist das World-Wide-Web ein autopoietisches System? Sind Netzwerke Systeme? – Fragen dieser Art beherrschen die netzwissenschaftliche Debatte und zeugen von begrifflichen Konfusionen angesichts der neuen Medien. Webers Text ist der Versuch einer Flurbereinigung.Empirisch führt der Theorievorschlag zu einer strukturierten Beobachtung von Mikro- bis Makro-Trends der Netzmedialisierung: ‘Viralisierung’, Selbstreferenzialisierung, Mensch/Maschine-Entdifferenzierung, Entdualisierung klassischer Kommunikationsverhältnisse und Redualisierung binärer Sozialstrukturen.

Medicine – Religion – Spirituality: Global Perspectives on Traditional, Complementary, and Alternative Healing

In modern societies the functional differentiation of medicine and religion is the predominant paradigm. Contemporary therapeutic practices and concepts in healing systems, such as Transpersonal Psychology, Ayurveda, as well as Buddhist and Anthroposophic medicine, however, are shaped by medical as well as religious or spiritual elements. This book investigates configurations of the entanglement between medicine, religion, and spirituality in Europe, Asia, North America, and Africa. How do political and legal conditions affect these healing systems? How do they relate to religious and scientific discourses? How do therapeutic practitioners position themselves between medicine and religion, and what is their appeal for patients?

The Mediatization of the O.J. Simpson Case: From Reality Television to Filmic Adaptation

F. Scott Fitzgerald once said: »Show me a hero, and I’ll write you a tragedy.« In the 1990s, nobody fell deeper than O.J. Simpson. Once considered a national treasure, the athlete was accused of brutally slaying his ex-wife Nicole Brown and her friend Ronald Goldman on June 12, 1994. Within days, the media and public developed an unprecedented obsession with the story, turning a murder investigation and trial into a sensationalized reality show. Tatjana Neubauer examines the mediatization, deliberate manipulation, and the simplification of popular criminal trials for profit on television. She demonstrates that TV conflated legal proceedings into entertainment programming by commodifying events, people, and places.

Mediale Anatomien: Menschenbilder als Medienprojektionen

Ist der Beginn des Medienzeitalters das Ende der Geschichte des Menschen? Körperbilder, Prothesen, Maschinenmenschen und neue Kommunikationstechniken stellen seit dem 17. Jahrhundert die gängigen Menschenbilder der philosophischen Anthropologie ebensosehr in Frage, wie sie selbst am Entwurf neuer Modelle des Humanen beteiligt sind. Eine Medienanthropologie beschreibt, wie das Wissen vom Menschen zum Projekt wird und fragt nach den Techniken der Projektion dieses Wissens: Der vorliegende Band umreißt das Bild des Menschen zwischen ikonischen Visualisierungen und symbolischen Modellen, vermißt die Schnittstellen zwischen Technik und Körper und rekonstruiert die Codierungen des Humanen in den Diskursen über neue Medien. Weit davon entfernt, von einer ihm entgegengesetzten, nicht-menschlichen Technik determiniert oder gar ersetzt zu werden, gewinnt der Mensch gerade in der Kontrastierung mit sowie als Teil von Mediendispositiven seine wechselnde Kontur.

Mediale Affektökonomie: Emotionen im Reality TV und deren Kommentierung bei Facebook

Wie werden in Reality TV-Formaten ausgehandelte Regeln des emotionalen Ausdrucks und deren Inszenierung auf Facebook bewertet? Welche unterschiedlichen Orientierungen in Bezug auf andere Körper entstehen dabei? Wie werden dadurch Zugehörigkeitsgefühle erzeugt oder Ausschlüsse vorgenommen? Mit dem Konzept der medialen Affektökonomie beschreibt Claudia Töpper, wie Emotionen in digitalen vernetzten Medienumgebungen geordnet werden. Dabei kann sie aufzeigen, dass insbesondere Ambivalenzen, Paradoxien und die Figur des Spielverderbers oder der Spielverderberin einen handlungssteigernden Charakter haben und affektive Medienpraktiken des Publikums evozieren.

Disability in the Industrial Revolution

The Industrial Revolution produced injury, illness and disablement on a large scale and nowhere was this more visible than in coalmining. Disability in the Industrial Revolution sheds new light on the human cost of industrialisation by examining the lives and experiences of those disabled in a sector that was vital to Britain’s economic growth. Although it is often assumed that industrialisation led to increasing marginalisation of people with impairments, disabled mineworkers were expected to return to work wherever possible, and new medical services developed to assist in this endeavour. Using a rich and innovative mix of sources ranging from official reports to autobiographies, this book examines disability and its consequences in the coalfields of Scotland, north east England and south Wales. It explores how working conditions, the organisation of labour, and employer attitudes affected the ability of impaired miners to find employment, and charts the multifaceted responses to disablement, ranging from health and safety regulations to welfare programmes. Recognising that experiences of disability extended beyond the world of work, the book discusses the family, community and cultural lives of disabled mineworkers. It shows how disability played an important role in industrial relations and shaped class identity. In the process, it presents a new history of disability and the Industrial Revolution, one that shows how disabled people contributed to Britain’s industrial development, and demonstrates how concerns about disability shaped responses to industrialisation.

Media Agency – Neue Ansätze zur Medialität in der Architektur

Mediale Prozesse sind nicht nur bloße Mittel zur Darstellung und Simulation von Architektur, sondern selbst an der Herstellung von Architektur beteiligt. Die Beiträge des Bandes widmen sich dieser generativen und aktiven Funktion von Medien – definiert als Media Agency – in Architekturtheorie und -praxis. Ziel ist es, die Funktion von Medien in Entwurfsprozessen zu überdenken, neu zu bewerten und die Hybridisierung von Analogem und Digitalem anzustoßen.

Media – Migration – Integration: European and North American Perspectives

Following economists and scientists, politicians of various European countries have realized that a modern society with a declining birthrate is in need of immigrants. What can journalists contribute, in order to enable migrants to feel at home in their receiving country? What can be missed and ruined by journalists and media with regard to the integration of ethnic minorities?Scholars from Austria, Canada, France, Germany, Russia, Switzerland, The Netherlands, and the U.S. present their findings on the matter of media integration of migrants. Can European media learn from experiences in the classic countries of immigration in North America?

Mathematiker als Rektoren der Technischen Hochschule Dresden: Höhere Lehrerbildung und Mathematische Gesellschaft im Wandel

Höhere Lehrerbildung und eine Mathematische Gesellschaft, beide in Dresden institutionalisiert und bewährt, sind ungewöhnlich für eine technische Bildungsstätte in den 1860er/1870er Jahren und zogen hervorragende Mathematiker und Physiker an. In dieser Tradition nahmen die fünf Ordinarien Karl Rohn, Georg Helm, Martin Krause, Walther Ludwig und Gerhard Kowalewski, die später das Rektorat der Technischen Hochschule Dresden innehatten, ihre Arbeit auf. Waltraud Voss zeigt, wie sie den gesellschaftlichen Verhältnissen entsprechend Reformen mitgestalteten, sich für Neues einsetzten und dabei in Lehre und Forschung stets auf das ausgeglichene Zusammenspiel von Theorie und Praxis bedacht und bestrebt waren, die Mathematik breiteren Kreisen der Dresdner Bevölkerung näherzubringen.

Materialität denken: Studien zur technologischen Verkörperung – Hybride Artefakte, posthumane Körper

Technoscience transformiert sowohl Technologien als auch herkömmliche Körperkonzepte. Dabei entstehen dynamische Verkörperungen. Diese faszinieren die wissenschaftliche Beobachtung und provozieren disziplinenübergreifend grundlegende Fragen. Der Band konturiert solche neuen Forschungsfronten. Er reflektiert Erweiterungen des Körperbegriffs und gibt Einsichten in die komplexe, aber produktive Verwobenheit von Diskursen und Technologien, die aus dem wissenschaftlichen Transfer von Leitbildern zwischen Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften resultieren.

Material Cultures of Psychiatry

In the past, our ideas of psychiatric hospitals and their history have been shaped by objects like straitjackets, cribs, and binding belts. These powerful objects were often used as a synonym for psychiatry and the way psychiatric patients were treated, yet very little is known about the agency of these objects and their appropriation by staff and patients. By focusing on material cultures, this book offers a new perspective on the history of psychiatry: it enables a narrative in which practicing psychiatry is part of a complex entanglement in which power is constantly negotiated. Scholars from different academic disciplines show how this material-based approach opens up new perspectives on the agency and imagination of men and women inside psychiatry.

Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland: Band 2: Forschungsbefunde

Das Thema Migration ist in der Gesellschaft angekommen. Gilt das auch für die Medien? Dieses Buch trägt mit empirischen Befunden zur Integrationsdebatte bei. Anhand von Forschungen zu Journalisten, zu Inhalten von deutschen und Minderheitenmedien, zu Rezipienten sowie zu gesellschaftlichen Bedingungen entsteht ein Bild der bundesdeutschen Medienlandschaft, die beginnt, die bisherigen Grenzen von (deutscher) Mehrheit und Einwanderern, Produktion und Nutzung zu überwinden. Die thematisch und methodisch vielfältig angelegten Beiträge widmen sich den Fragen der medialen Integration ethnischer Minderheiten und schlagen dabei einen Bogen vom historischen Lernen über statistische und inhaltsanalytische Bestandsaufnahmen bis hin zu den Möglichkeiten des Internets.

Mapping the Unmappable?: Cartographic Explorations with Indigenous Peoples in Africa

How can we map differing perceptions of the living environment? Mapping the Unmappable? explores the potential of cartography to communicate the relations of Africa’s indigenous peoples with other human and non-human actors within their environments. These relations transcend Western dichotomies such as culture-nature, human-animal, natural-supernatural. The volume brings two strands of research – cartography and »relational« anthropology – into a closer dialogue. It provides case studies in Africa as well as lessons to be learned from other continents (e.g. North America, Asia and Australia). The contributors create a deepened understanding of indigenous ontologies for a further decolonization of maps, and thus advance current debates in the social sciences.

Männlichkeiten und Moderne: Geschlecht in den Wissenskulturen um 1900

Die Rede von der »Feminisierung der Kultur« beherrschte um 1900 die Wissenscodes von Männlichkeiten und Modernisierung. Interdisziplinär geht dieser Band den konträren Diskursen nach, in denen sich die Rhetoriken einer vermeintlichen Krise hegemonialer weißer Männlichkeiten ausbildeten. Betrachtet werden soziokulturelle, ästhetische und politische Felder sowie auch die Kanonisierung und Dekanonisierung von Wissenschaften. Visionen jüdischer Effeminierung stehen neben solchen des Hypervirilen, wissenschaftliche und poetologische Figuren des Dritten neben rassistischen Maskeraden und technischen Utopien.

Männlichkeit und gymnasialer Alltag: Doing Gender im heutigen Bildungssystem

Das Buch widmet sich der aktuellen Frage, wie Jungen im heutigen Bildungssystem Geschlecht herstellen (doing gender). Männlichkeit entsteht hier als Ergebnis von Interaktionen, an denen neben den Mitschülern auch Lehrkräfte, Mitschülerinnen und institutionelle Rahmenbedingungen beteiligt sind. Es zeigt sich, dass die bisherigen Männlichkeitsbilder zunehmend dysfunktional werden und in Bewegung geraten. Zugleich existieren Situationen, in denen Geschlecht an Relevanz verliert (undoing gender). Anhand vieler Beispiele gibt das Buch einen detaillierten Einblick in den Alltag von Schülern der Mittelstufe im Gymnasium und skizziert Möglichkeiten der Veränderung von Männlichkeit.

Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive

Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht. Dass das auch für das biologische Geschlecht sex gilt – ein Postulat queer-feministischer Theorien -, kann dieser Band anhand biologischer Theorien erstmals dezidiert und differenziert belegen.Die naturphilosophischen und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien unterschiedlicher Zeitabschnitte (Antike, beginnende Moderne, Gegenwart) werden dargestellt und mit gesellschaftlichen Geschlechterordnungen in Verbindung gebracht. Heinz-Jürgen Voß führt die miteinander ringenden Positionen differenziert aus und zeigt: Mit prozessorientierten Betrachtungsweisen sind in biologischen Theorien viele Geschlechter denkbar – statt nur zwei oder drei.

Destination Europe: The political and economic growth of a continent

Destination Europe interprets and interrelates the major political, economic and security developments in Europe – including transatlantic relations – from the end of the Second World War up until the present time, and looks ahead to how the continent may evolve politically in the future. The book fills a definite lacuna in the current literature on Europe, as most studies cover only specific aspects, such as the European Union. Destination Europe by contrast weaves all the different strands of European events together into a single overall and up-to-date picture and gives the reader a deeper understanding of the continent and its current and future challenges. The first chapters trace European reconstruction and political, economic and security developments – both in the East and in the West – leading up to the dissolution of the Soviet Union in 1991. Later chapters examine the European Union’s reform efforts, enlargement, movement to a single currency and emerging security role; the political and economic changes in central and Eastern Europe, including Russia; the break-up of Yugoslavia and the wars that ensued; and NATO’s enlargement and search for a new mission. Final chapters deal with forces affecting Europe’s future such as terrorism, nationalism, religion, demographic trends and globalisation. Comprehensive, detailed and accessible, this book is a perfect introductory level text for undergraduate students of European Politics and European History

Making Sense as a Cultural Practice: Historical Perspectives

In the cultural and social formations of the past, practices exist for the generation and integration of moments having and giving sense with the objective of strengthening the cultural and social cohesion. Such practices and processes have a constructive character, even if this is not always the intention of the actors themselves. As the production of sense is one of the central fields of action of cultural and political practice, the articles examine with an interdisciplinary perspective how, in different contexts, the construction of sense was organized and implemented as a cultural practice.

The Making of World Society: Perspectives from Transnational Research

Do the current changes of both geographical and symbolic boundaries lead to the emergence of a world society? How do transnational migration, communication and worldwide economic and political networks manifest themselves in globalised modernity?This book presents innovative contributions to transnationalisation research and world society theory based on empirical studies from Asia, Africa, Latin America and Europe. Practicable methodologies complete theoretical inquiries and provide examples of applied research, which also might be used in teaching.